EU-Kleinanlegerstrategie in trockenen Tüchern

Über zweieinhalb Jahre wurde emsig verhandelt, nun konnten sich die Unterhändler von EU-Parlament und -Mitgliedsstaaten auf einen Kompromiss einigen: Die sogenannte Kleinanlegerstrategie soll den EU-Bürgern künftig mehr Sicherheit, Transparenz und Fairness bescheren, wenn sie Geldanlageprodukte kaufen. Im Kern sollen sie vor einer Transaktion leichter verständliche Informationen erhalten. Zudem werden „Finfluencer“ – also Influencer, die Finanztipps […]
ONLINE-MAGAZIN

Versicherungs-News

Ob Neuigkeiten, wichtige Änderungen oder nützliche und gewinnbringende Tipps, wir halten Sie auf dem Laufenden. Schauen Sie daher öfters mal vorbei und verpassen Sie nichts.

Über zweieinhalb Jahre wurde emsig verhandelt, nun konnten sich die Unterhändler von EU-Parlament und -Mitgliedsstaaten auf einen Kompromiss einigen: Die sogenannte Kleinanlegerstrategie soll den EU-Bürgern künftig mehr Sicherheit, Transparenz und Fairness bescheren, wenn sie Geldanlageprodukte kaufen. Im Kern sollen sie vor einer Transaktion leichter verständliche Informationen erhalten. Zudem werden „Finfluencer“ – also Influencer, die Finanztipps geben – und ihre Kooperationen mit Produktgebern stärker reguliert.

Ein von manchen Verhandlern gefordertes generelles Provisionsverbot wird es nicht geben. Die Transparenzanforderungen im Rahmen der Provisionsabrechnung werden jedoch deutlich verschärft. Im Gegenzug soll mehr Flexibilität für Berater geschaffen werden, indem die Geeignetheitsprüfung für bestimmte Produkte entschlackt wird.

Nicht alle Marktteilnehmer sind mit den getroffenen Vereinbarungen glücklich. So fand etwa der Hauptgeschäftsführer des deutschen Fondsverbands BVI, Thomas Richter, gegenüber dem Finanzmagazin procontra deutliche Worte: „Die EU hat die Chance vertan, ein überflüssiges Gesetzesvorhaben und damit neue Bürokratie zu verhindern. Die Kleinanlegerstrategie verursacht mehr Aufwand als Nutzen, und praktisch alle Beteiligten sind mit ihr unzufrieden.“

Aktuelle News

Offene Immobilienfonds lassen weiter Federn, ETFs boomen
Die Manager offener Immobilienfonds (OIF) haben auch 2026 unverändert mit schmerzhaften Mittelabflüssen zu kämpfen. Im ersten Quartal zogen die Anleger laut BVI Bundesverband Investment und Asset Management unterm Strich 1,8 Milliarden Euro ab, im zweiten 1,5 Milliarden. Damit verschärft sich die Herausforderung, jederzeit genügend Liquidität vorzuhalten. Auf der Gewinnerseite der BVI-Statistik stehen dagegen Aktien-ETFs. In […]
Aggression im Straßenverkehr nimmt zu
Das Klima auf den deutschen Straßen wird zusehends rauer, wie die Unfallforschung der Versicherer (UDV) in einer Langzeitstudie festgestellt hat. Erhoben werden dabei 23 Werte für aggressives Verhalten, die sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu alle unerfreulich entwickelt haben. So gaben 2016 noch 29 Prozent an, sich beim Autofahren sofort abreagieren zu müssen, wenn […]